Ein Mangel an dem männlichen Hormon Testosteron ist heutzutage gut behandelbar. Zunächst können Sie selbst aktiv werden. Sollte dies nicht ausreichen, stehen Medikamente zur Verfügung.
Geben Sie sich selbst einen Testosteron-Boost
Der Lebensstil hat einen erheblichen Einfluss auf die Produktion männlicher Sexualhormone. Im Folgenden einige Empfehlungen für eine natürliche Steigerung des Testosteronspiegels:
- Krafttraining, vorzugsweise kurz und intensiv. Achten Sie darauf, sämtliche Muskelgruppen zu trainieren und insbesondere die größten Muskelgruppen (Oberschenkel, Rücken, Brust) gezielt zu beanspruchen. Krafttraining hat einen stärkeren Einfluss auf die Testosteronproduktion als Ausdauersportarten wie Laufen.
- Übergewicht vermeiden (oder reduzieren). Übergewicht führt dazu, dass der Hormonspiegel und die Hormonproduktion abnehmen, was sich auch negativ auf den Testosteronspiegel auswirkt.
- Ein gesunder Lebensstil. Dazu gehören eine gesunde, abwechslungsreiche, ausgewogene und ausreichende Ernährung. Fettreicher Fisch, Vitamin D und Zink gelten als förderlich für den Testosteronspiegel. Auf das Rauchen sowie den Konsum von Alkohol und Koffein sollte möglichst verzichtet werden. Ebenfalls wichtig sind regelmäßige Bewegung sowie ausreichend Schlaf und Entspannung.
Testosteron erhöhen mit männlichen Hormonen
Wenn eine Anpassung des Lebensstils nicht den gewünschten Erfolg bringt, können Medikamente Abhilfe schaffen. Der Hormonmangel kann dann durch synthetische männliche Hormone, also ein Testosteronpräparat, ausgeglichen werden. Es stehen verschiedene Optionen zur Verfügung:
- Testosterongel, wie Androgel, Tostran und Testavan. Die Hormone im Gel werden über die Haut aufgenommen. Das Gel ist jeden Morgen auf den Oberkörper oder die Innenseite der Oberschenkel aufzutragen.
- Testosteronkapseln, wie Andriol. Die Kapseln sind zweimal täglich einzunehmen.
- Testosteroninjektionen. Injektionen mit Testosteron werden von einem Arzt verabreicht.
Es ist von großer Bedeutung, die richtige Dosierung zu verwenden. Diese darf die Menge an Testosteron, die Ihr Körper normalerweise selbst produziert, keinesfalls überschreiten. Andernfalls können unerwünschte Nebenwirkungen auftreten.
Bitte beachten Sie, dass Testosteronpräparate Nebenwirkungen verursachen können. Zu den bekannten Nebenwirkungen dieser hormonellen Arzneimittel zählen unter anderem:
- Hautreizungen (bei Anwendung von Testosterongel);
- Prostatavergrößerung;
- Akne, fettige Haut;
- Kopfschmerzen;
- Brustbildung;
- Magen-Darm-Beschwerden (bei Einnahme der Kapseln);
- Hitzewallungen, Erröten;
- Haarausfall, Zunahme der Körperbehaarung.
Testosteronpräparate sind nicht für jede Person geeignet. Falls Sie bestimmte Medikamente einnehmen, dürfen Sie diese Präparate nicht verwenden. Das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen ist in diesem Fall zu hoch.
Kapseln und Gel mit Testosteron dürfen zudem nicht von schwangeren Frauen oder Frauen, die schwanger werden möchten, berührt werden. Der Wirkstoff kann für das ungeborene Kind schädlich sein.